Club der 1000 Träume

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SAT.1-Docu-Soap auf Sri Lanka

"A little taste of paradise", kommentiert Scotty die Klagen der deutschen Urlauber im Club über ein paar Mückenstiche an Armen und Beinen. Das Moskitonetz kann man sich kostenlos vom Clubpersonal über seinem Bett montieren lassen. Trotzdem bleibt Sri Lanka ein Paradies. Es gibt wohl zu dieser Jahreszeit - in Deutschland herrscht Dauerfrost - nur wenige Stellen auf der Welt, an denen das Klima so versöhnlich freundlich ist: 30 °C im Schatten, das Wasser fast genauso warm. Bis spät in die Nacht kann man mit T-Shirt an der Palmenbar sitzen und den grauen Alltag vergessen.

Die paradiesischen Wetterbedingungen - 10 Flugstunden von der Heimat entfernt - sowie das Beziehungsgeflecht im Club boten eine interessante Ausgangssituation für die Docu-Soap. Hier ist ständig alles in Bewegung. Planbare Tagesabläufe gibt es nicht. Neue Freundschaften entstehen jeden Tag. Und Überraschungen warten an jeder Ecke.

Die Protagonisten der Soap heißen Lisa und Jörg Schiffers und kommen aus Köln. Jörg ist Promi-Friseur. Als es in der Heimat zu regnen begann, ging er kurz entschlossen ins Reisebüro, um ein sonniges Reiseziel zu buchen. Das Sportangebot im Club auf Sri Lanka gab den Ausschlag für seine Entscheidung.

Eine andere Urlauberin ist Model. Sabrina läßt ihren Freund in Düsseldorf zurück, weil er sich auf eine Uniprüfung vorbereitet. Vom Cluburlaub erhofft sie sich Abwechslung und neue Kontakte.

James, ein katholischer Pfarrer aus Schwaben, reist ins tropische Paradies. Für ihn ist hier vieles neu. Das obligatorische "Du", das unkomplizierte Miteinander und die Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten scheinen ihn zunächst zu überfordern. Lieber liest er auf der Sonnenveranda seines Appartements Gebete.

Außerdem spielen die Animateure Oli und Silke, der Koch Thorsten sowie Scotty als "front office manager" wichtige Rollen. Sie gewähren dem Zuschauer einen Blick hinter die Kulissen des Clubgeschehens.

Vier Kamerateams - darunter ein Spezialteam mit Kamera-Helikoptern aus Belgien - begleiten die Protagonisten während ihres Aufenthaltes auf Sri Lanka. Sie sind bei fast allen Situationen dabei. Nur bei der Ayurveda-Massage seiner Frau Lisa zieht Jörg dezent den Vorhang vor den Kameras zu. Familienprogramm. Dabei gibt es auch sonst viel zu entdecken. Fremde Tiere, anderes Essen, ungewöhnliche Sitten. Der Zuschauer erlebt das Land jedoch aus der Perspektive der Urlauber. Er ist sozusagen "live" mit dabei, wenn beim Lösen der Bahnkarte etwas nicht klappt, wenn es bei Ausflügen zu unterhaltsamen Mißverständnissen mit den Einheimischen kommt, wenn Pfarrer James das erste Mal in seinem Leben einen Jetski besteigt oder beim Parasailing eine Urlauberin aus 30 m Höhe abstürzt. Er erlebt hautnah die Kraftprobe am Adam’s Peak, jenem sagenumwobenen Berg im Hochland von Sri Lanka. Die Stufen werden immer höher, die Kräfte der Urlauber immer schwächer. Wer schafft es am Ende bis zum Gipfel?

Keine rosarot gezeichnete Trauminsel, kein verkitschtes Traumschiff - noch nie ist eine Urlaubsserie derart nah an der Wirklichkeit geblieben. Bei der Produktion der Docu-Soap wurde großer Wert auf Authentizität gelegt. Zwar gab ein Skript, aber keine vorgegebenen Dialoge. Die Folge sind rund 300 Stunden Rohmaterial, die am Ende auf rund 2 Stunden Programm verkürzt werden müssen. Um diese Aufgaben in der kurzen Zeit bis zum Ausstrahlungstermin zu bewerkstelligen, wurde gleich ein kleine computergestützte Schnitteinheit mit eingeflogen. Auf diese Weise kann der Endschnitt parallel zum Dreh vorbereitet werden. Insgesamt 1200 kg Equipment mussten von der Produktionsfirma Alpha Entertainment aus Köln auf die Halbinsel Paradise Island verfrachtet werden. "Unsere Urlauber reisen normalerweise mit 20 Kilo pro Person an", kommentiert Scotty an der Rezeption.