Bluebox

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Medienpädagogik für Jugendliche - mit Alexandra Bechtel

Medien sind heute ein "Lebensmittel". Insbesondere das Fernsehen ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Anders als Erwachsene hinterfragen Kinder oft das Alltägliche. Dies gilt auch für die Medien. Doch bisher blieben viele Fragen der Kinder unbeantwortet.

Dabei ist der richtige Umgang mit Medien eine Schlüsselkompetenz für die Zukunft. Und der will gelernt sein. Am besten schon als Kind, am besten audiovisuell via Fernsehen, am besten unterhaltsam. Doch Angebote in Schulen sind unzureichend, Eltern in vielen Fällen überfordert. Die Zeit ist reif für "bluebox" - das medienpädagogische "Edutainment"-Format für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter.

 

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"bluebox" führt ins Medienalphabet ein, baut auf die ersten Erfahrungen der jungen Zuschauer auf und nimmt deren Interessen und Wünsche ernst. "bluebox" will zwei Ziele erreichen: Kinder (Zielgruppe der Drei- bis Neunjährigen) sollen differenzierter und damit genußreicher Medien nutzen (insbesondere das Fernsehen), und zum zweiten die Funktionsweise der Massenkommunikation durchschauen lernen.

Der Schwerpunkt des multimedial ausgelegten Formats liegt auf Themen aus dem TV-Bereich, denn hier sammeln Kinder meist ihre ersten selbständigen Erfahrungen mit Medien. Und: Das Fernsehen ist für sie das Leitmedium.

Die ersten beiden Folgen liegen vor. Sie eigenen sich für den Einsatz in Vorschulklassen oder aber auch in der Grundschule, um im Anschluß daran, ein Gespräch anzuregen. Auch für Eltern, die mit ihren Kindern Fernsehen kritisch begleiten wollen, ist der Einsatz zu empfehlen.

Folge 1 "Sind Filmküsse echt?"

Die erste Folge beschäftigt sich mit der Frage sind Küsse im Fernsehen echt? Nicht nur Kinder nehmen die gespielten Emotionen auf dem Bildschirm für Realität. Doch die Traumwelt entsteht erst durch die Arbeit am Set. "Bluebox" ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen der Serie "Unter uns". Und Aleksandra Bechtel probt im Selbstversuch, ob die Küsse des Schauspielers Marco Girnth wirklich so echt sind...

Folge 2 "Gewalt im Fernsehen"

In der zweiten Folge demonstrieren Fabian Harloff, Hauptdarsteller der RTL-Serie "SK-Babies", und ein Stuntman, daß Schlägereien im Fernsehen nur perfekt inszeniert sind, die Schauspieler sich also nicht wirklich verletzen. Wir sehen zu, wie eine Filmwunde geschminkt wird, während Fabian Harloff den jungen Zuschauern rät: "Im wirklichen Leben ist es ganz anders: Der Klügere gibt nach..."

Folge 3 - 6

Weitere Folgen zu den Themen "Nachrichten", "Werbung", "Stunts" und "Virtuelles Studio".

Aleksandra Bechtel interviewt Tatiani Katrantzki und Marco Girnth

Aleksandra Bechtel: So neben mir Tatiani Katrantzi und Marco Girnth von "Unter Uns". Du spielst die Jennifer Turner und Du den Sven Rusinek. Und Ihr seid in der Serie ja ein Paar. Da mußtet Ihr Euch ja bestimmt auch schon ganz oft küssen.

Marco Girnth und Tatiani Katrantzi: Ja.

AB: Wie ist denn nun eigentlich der Unterschied zwischen einem echten kuss und einem Filmkuss?

MG: Beim echten Kuss bist du für dich allein. Und beim Filmkuss stehen 30 Leute um dich rum, Kamera, Beleuchtung, Regisseur gibt irgendwelche Anweisungen. Du mußt aufpassen, daß du dem Partner nicht das Licht nimmst. Es gehen tausend Gedanken bei dir im Kopf rum und nehmen dir so ein bißchen das Gefühl für die Situation, was du natürlich im echten Leben voll genießen kannst.

AB: Und woran denkst Du, wenn Du jetzt einen Filmkuss machst?

MG: An den kuss. Also ich versuche mir jetzt schon die Situation vorzustellen, wie ich mich jetzt selber fühlen würde, wenn ich jetzt ganz allein irgendwo am Strand eine hübsche Frau küssen würde.

AB: Wie küßt Ihr euch denn vor der Kamera?

TK: Wir küssen uns einfach ganz normal auf den Mund und versuchen uns dann irgendwie von der Kamera weg zu drehen. Das man das nicht mehr so ganz mit verfolgen kann, was da eben weiter geht.

AB: Bist Du schon einmal in eine Situation gekommen, wo Du gedacht hast, igitt, den küsse ich nicht. Wie wichtig ist für Dich der Partner, den Du küssen mußt?

TK: Ich finde es schon ziemlich wichtig, wen man küßt. Eigentlich sollte es nicht so sein, weil schauspielen und Du mußt Dich da in ein Gefühl reingeben. Und ich hatte auch schon Küsse, die ich nicht so gerne gemacht habe. Ja, das gab's auch. Aber Marco ist ein toller Partner.